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Geburtsbericht Teil 1: Unkompliziert geht anders…

Hallo ihr Lieben,

beim Interview mit @aloha_mrs_z, habe ich versprochen einen Geburtsbericht zu schreiben. Dazu werde ich einmal kurz ausholen und erzähle euch wie meine Schwangerschaft war. Da das alles recht umfangreich wird werde ich es in mehreren Teilen veröffentlichen.

Eine (nicht ganz) unkomplizierte Schwangerschaft.

Wir waren von Anfang an wegen verschiedener Risiken (alles familiär bedingt) eine Risikoschwangerschaft. Somit bekam ich bei der Feststellung in der 9. Woche ein sofortiges Berufsverbot. Von der 7. Woche bis zur 19 Woche, habe ich mich durchweg nur Übergeben und mit starker Übelkeit zu kämpfen gehabt. Die Tricks der Hebamme halfen nur wenig und Medikamente wollten wir um dem Kind nicht zu Schaden nur wenige nehmen. Also hab ich mich so durch die Tage gekämpft, trotzdem immer wieder versucht etwas zu trinken und zu essen, damit konnten wir einen Aufenthalt im Krankenhaus soweit auch verhindern und das Kind entwickelte sich laut Frauenarzt prächtig.

Plötzliche Blutungen und ein entzündeter Blinddarm

In der 13. Woche fingen die Probleme aber erst richtig an. Ich hatte da plötzlich Blutungen und die Angst mein Mädchen verlieren zu können. Laut der Klinik war aber alles in Ordnung. Das ist bei vielen Schwangeren ja so, aber leider ging das ganze noch weiter. In der 21. Woche hatte ich plötzlich Schmerzen im Bereich des Blinddarms und kam mit einem Rettungswagen in die Klink. Dort wurde auch recht zügig die Diagnose Blinddarmentzündung gestellt. Bei Schwangeren wird da auch nicht lange gewartet sondern wird der Blinddarm rausgeholt. Das Ärzteteam war super nett, kompetent und hat mir da viele Ängste genommen. Zeitgleich mit mir waren, wie es der Zufall so will, noch 2 weitere Schwangere mit einer Blinddarmentzündung im Krankenhaus. Allerdings verlief alles komplikationslos und ich konnte nach einer Woche das Krankenhaus wieder verlassen. Die Anästhesisten, die Pfleger, die Chirurgen waren alle super nett und ich fühlte mich gut betreut.

Schwangerschaftsdiabetes… und auch das noch?!

In der 27. Woche stellte der Frauenarzt die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, was wir aber mit etwas kontrollierter Ernährung und dem Verzicht auf gezuckerte Getränke in den Griff bekamen. Etwa 13,2% der Schwangeren bekommen einen Schwangerschaftsdiabetes. Allerdings bekommen es auch 9 von 10 Frauen die betroffen sind es mit etwas diätischer Ernährung wieder hin. So wie es halt bei uns auch der Fall war. Nur die schlimmsten Fälle müssen sich Insulin spritzen oder sogar in der Klink überwacht werden.

In der 30. Woche hatte ich dann wiederholt Blutungen und frühzeitige Wehen, so dass mein Gebärmutterhals sich auf 2,4cm verkürzte. Das hieß 5 Tage Krankenhaus mit Wehenhemmern und Lungenreife. Falls die Medikamente nicht wirken sollten, stand im Raum das die Kleine geholt werden müsste. Ich bekam ein umfunktioniertes Zimmer im Kreißsaal, da sie mich nicht auf Normalstation legen wollten, denn ich sollte absolute Bettruhe halten, alle 2 Stunden bekam ich ein CTG. Das war eine Zeit mit Angst und Bangen.

Hellp-Syndrom? Was ist denn das?

Am 31.03.2017, bin ich mit starker Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen aufgewacht. Ich hatte starke Unterleibskrämpfe und die Kleine war irgendwie nicht so aktiv wie sonst. Wir haben alles durchprobiert was wir so an kleinen „Tricks“ hatten, von Sprudelwasser trinken, etwas am Bauch schütteln, zu ihr sprechen, Spieluhr und selbst der Papa hat sie nicht wach bekommen, was sonst immer geklappt hatte. Das hieß den Hund wie besprochen zu meinem Bruder, Tasche packen und auf in den Kreißsaal, bei dem wir uns natürlich vorher telefonisch angemeldet hatten. Mein Freund sprach mir die ganze Zeit gut zu und versuchte mir die Angst zunehmen, dass es unserem Mädchen nicht gut geht.

CTG, Ultraschall, Blutentnahme… einmal das volle Programm bitte…

Im Kreißsaal angekommen, kamen wir zügig dran. Die typischen Untersuchungen wurden gemacht: CTG, Blutentnahme und Ultraschall. Zuerst wurde ich ans CTG gehängt mit paralleler Blutabnahme, dass waren die längsten 30 Minuten meines Lebens. Danach entfernte die Hebamme das CTG, nahm den Ausdruck und ging ohne etwas zu sagen in Richtung Arztzimmer. Meine Angst wurde immer größer, dass etwas mit meinen Mädchen nicht stimmte. Als sie nach gefühlten Stunden wieder kam (in Wirklichkeit waren es nur so fünf bis zehn Minuten) sagte sie die Ärztin wartet um das CTG mit uns zu besprechen, meine Angst wurde dabei immer größer, dass auch schlussendlich die Tränen liefen. Die Ärztin erklärte uns, dass die Kleine zu wenige Bewegungen hat und die Herztöne auch immer wieder abfallen.

Sie möchte gerne einen größeren Ultraschall machen und danach noch ein CTG machen. Beim Ultraschall war mit der Kleinen alles super. Und das zweite CTG zeigte „nur noch“ zu wenige Kindsbewegungen an. Da hieß es, dass es mit meinen Symptomen passt und ich das HELLP-Syndrom im Anfangsstadium haben könnte und Sie mich morgen erneut zum CTG und Ultraschall sehen möchte. Mit diesen Worten wurden wir Entlassen, es wäre erstmal kein großer Grund zur Sorge, aber wir sollten am nächsten Tag um 13 Uhr wieder in die Klinik kommen um noch einmal ein CTG zu schreiben und einen Ultraschall machen zu lassen.

Damit endet Teil 1 meines Geburtsberichts.

Wie es weiter geht erfahrt ihr im nächsten Teil!  Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

Eure Franzi. 🙂

 

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3 Kommentare

  • Reply Linda 26. April 2018 at 13:23

    Hallo Franzi,
    das klingt auch nicht gerade nach einer entspannten Schwangerschaft und ich bin gespannt wie es bei dir weiter geht! Mache gerade das Gleiche durch, Linda

  • Reply Nina 29. April 2018 at 11:26

    Oh das steht mir alles noch bevor und ich bekomme immer etwas Angst wenn ich das lese. Bin in der 11 SSW. Aber es ging alles gut aus?
    Liebe Grüße Nina

  • Reply kuesteundkind 29. April 2018 at 18:46

    Hallo Nina,
    Es ist alles gut ausgegangen. Ich habe eine gesunde Tochter zur Welt gebracht.
    Mach dir nicht so viele Gedanken, jede Schwangerschaft ist anders. Ich hab mich durch viele Geburtsberichte auch sehr verunsichern lassen. Aber da sind wir Frauen alle anders und die Schwangerschaften verlaufen alle anders. Mach dir da keinen Kopf und lass dich da nicht so verunsichern. Bei mir lag es einfach an der Risiko Schwangerschaft und den verschiedenen Faktoren.
    Mehr erfährst du in zwei Wochen, wenn der zweite Teil online geht.

    Liebe Grüße
    Franzi

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